Ermittlung der Ehefähigkeit

Ermittlung der Ehefähigkeit (“Aufgebot”) – und Zuständigkeit

Das Standesamt hat vor der Eheschließung die rechtliche Ehefähigkeit auf-grund der Erklärungen der Verlobten und der vorzulegenden Urkunden und Nachweise in einer mündlichen Verhandlung zu ermitteln; hierüber ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die wichtigste Aufgabe der Standesbeamtin/des Standesbeamten vor einer Eheschließung ist die Prüfung etwaiger Ehe-hindernisse und die Entgegennahme von Erklärungen der Verlobten – insbesondere über die Namensführung in der Ehe. Die Bekanntmachung eines Aufgebotes (Aushang an der Gemeindeamtstafel) gibt es in Österreich seit 1984 nicht mehr. Unter Ehefähigkeit versteht man die rechtliche Fähigkeit der Verlobten, eine Ehe miteinander eingehen zu können.

  • Zuständigkeit für die Ermittlung der Ehefähigkeit:
    Die Ermittlung der Ehefähigkeit obliegt dem Standesamt, in deren Amts-bereich einer der Verlobten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat. Ein Zweit-wohnsitz begründet die Zuständigkeit ebenso wie ein sogenannter schlichter Aufenthalt (z.B. Urlaubsaufenthalt, auch Kurzurlaub!) im Inland. Hat keiner der beiden Verlobten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt in Österreich, ist das Standesamt zuständig, in deren Amtsbereich einer der Verlobten seinen letzten Wohnsitz in Österreich hatte.

    Die Zuständigkeit zur Ermittlung der Ehefähigkeit (Aufgebot) ist bewusst nicht auf die Gemeinde eingeschränkt, in der eine Person ihren Hauptwohnsitz hat, sondern im Interesse einer bürgerfreundlichen Verwaltung und zur Vermeidung von Verwaltungsleerläufen entsprechend gelockert worden.


TIPP:
Sprechen sie mit der Standesbeamtin/dem Standesbeamten bereits bei der Ermittlung der Ehefähigkeit auch über die Gestaltung ihrer Trauung, insbesondere auch ihre Musikwünsche (siehe Musikvorschläge für standesamtliche Hochzeiten).