Früher
Der Hochzeitslader

Vor nicht allzulanger Zeit war die Ehe eine Überlebensgemeinschaft, jetzt feiern wir im Gegensatz dazu das Zeitalter der Liebesehe.

Früher bestimmten meist die Eltern den passenden Lebenspartner wobei sich „passend“ vor allem auf die wirtschaftliche Situation bezog.

War die neue Verbindung ausgemachte Sache, machte sich der Hochzeitslader oder Brautwerber auf den Weg, in blumenreicher und mit Bibelsprüchen geschmückter Wechselrede wurde zwischen Hausvater und Brautwerber ziemlich lange und vorsichtig herum-geredet – als Ausdruck für das heikle Thema „des Eindringens in die Intimsphäre einer anderen Familie“.

Danach wurde der Ehevertrag aufgesetzt, in dem die Mitgift, die Übergabsbedingungen und der Auszugsvertrag der hofübergebenden Eltern und das „Richtigmachen“ beim Notar vereinbart wurden.