Im gemeinsamen Heim
Wegsperre

So wie später viele Hürden gemeinsam zu nehmen sind, muss auch hier der von Freunden eindrucksvoll mit Bändern, Latten, Ketten, Luftballons u. v. m. versperrte Hauseingang erst mal freigeräumt werden. Manche besonders neidischen Freunde lassen sich noch mehr einfallen, so dass die Eheleute noch ganz schön zu tun haben, ehe sie zur Ruhe kommen.

Schwelle

Der fürsorgliche Ehemann trägt seine Frau über die Schwelle. Der Brauch geht auf die Römer zurück, die glaubten, dass sich kleine Kobolde in den Türritzen verstecken und versuchen, die Braut zum Stolpern zu bringen, was als schlechtes Omen für die Ehe galt. Durch das Hinüberheben sollen die bösen Geister die Spur der Braut verlieren.

Brot und Salz

Das Überreichen von Brot und Salz beim Eintreffen im neuen Heim symbolisiert einerseits, dass die leiblichen Grundbedürfnisse stets erfüllt sein mögen. Andererseits ruft es dazu auf, auch in schlechten Zeiten zueinander zu halten.

Kinderwagen

Ein Kinderwagen auf dem Hausdach des jungen Ehepaares fordert diese unübersehbar auf, in der Hochzeitsnacht nicht zu müde zu sein.

Glöckchen

Welchen Sinn hatte wohl der Brauch, ein Glöckchen unterm Bett an der Matratze zu befestigen?